Besuch Forstdienststelle Östliche Alb im Holzhof Böhmenkirch
Im Herbst 2026 erhielten wir im Holzhof Böhmenkirch Besuch von der Forstdienststelle Östliche Alb/Heidenheim mit ihrem Leiter Herrn Michael Straub. Die Forstleute interessierte besonders unser Schwachholzeinschnitt von jährlich 80.000 fm Nadelholz mit einem mittleren Jahresdurchmesser von nur 14 cm. Sie waren überrascht mit welcher Geschwindigkeit, mit welcher Vielfalt und mit welcher Ausbeute hier die Rundhölzer in einem Spanerbetrieb der modernsten Technik bearbeitet werden.
Man war erstaunt, wie über 100 Einzelstücke pro Minute von einem Waldkantenscanner erfasst, nach Vorgabe durch einen Trimmer gekappt und anschließend in 30 Boxen sortiert werden.Ohne händisches Eingreifen werden die Kanthölzer und Bretter paketiert und zu einer vollautomatischen Einbindestation zum Abtransport und Versand vorgefahren.
Es gab Fragen zur zertifizierten Werksvermessung am Rundholzplatz, zur Holzausformung und den Qualitätsstandards für Verpackungssortimente.
Von Firmenseite wurde im Gespräch auf die Kaskadennutzung von Schwachholz hingewiesen. Holz bindet bekanntlich große Mengen CO2. Dieses bleibt auch gespeichert, wenn es bei schwachen Holzsortimenten zu einem Kantholz, einem Brett, einem Baumpfahl oder einer Zaunlatte verwendet wird. In der zweiten Kaskade ist ein Zerkleinern als Spanplattenrohstoff möglich und erst danach sollte es verbrannt und zu Heizzwecken verwendet werden. Es ist schade, wenn schönes Industrieholz schon in der ersten Kaskade zu Energieholz (Hackschnitzel/Pellets) verarbeitet wird. Holz ist auf Dauer ein kostbarer Rohstoff und es ist nicht klimafreundliche, wenn durch Verbrennen das gespeicherte CO2 sofort wieder in die Atmosphäre freigesetzt wird.